Gemeinsam regional: FoodCoops stärken heimische Bäuer:innen

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Regionale Lebensmittel stehen für Frische, Qualität und Transparenz. Doch hinter jedem Produkt stehen Menschen, Betriebe und Strukturen, die nur dann bestehen können, wenn sie getragen werden. Die Unterstützung heimischer Bäuer:innen ist keine symbolische Geste, sondern ein wichtiger Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit und zur Stabilität des ländlichen Raums.

Die letzten Jahre haben gezeigt, wie verletzlich globale Lieferketten sein können. Internationale Krisen, extreme Wetterereignisse oder steigende Energiepreise wirken sich unmittelbar auf Preise und Verfügbarkeit aus. Eine starke regionale Landwirtschaft kann hier stabilisierend wirken. Sie verkürzt Transportwege, reduziert Abhängigkeiten und ermöglicht eine direktere Abstimmung zwischen Produzent:innen und Konsument:innen. FoodCoops leisten dazu einen Beitrag. Sie bündeln Nachfrage, organisieren gemeinschaftliche Bestellungen und schaffen für landwirtschaftliche Betriebe zusätzliche, planbare Absatzmöglichkeiten.

Faire Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe

Wenn Lebensmittel direkt von regionalen Betrieben bezogen werden, bleibt ein größerer Teil der Wertschöpfung vor Ort. Die Einnahmen fließen in regionale Wirtschaftskreisläufe und kommen landwirtschaftlichen Betrieben sowie vielen weiteren lokalen Unternehmen zugute. Gerade in Niederösterreich ist die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sie prägt Landschaft, Kultur und regionale Identität. Eine lebendige Landwirtschaft trägt daher wesentlich zur Entwicklung und Attraktivität des ländlichen Raums bei. Viele landwirtschaftliche Betriebe stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Steigende Produktionskosten, Wetterextreme und schwankende Marktbedingungen stellen große Herausforderungen dar. 

FoodCoops können hier einen zusätzlichen Beitrag leisten, indem sie direkte Beziehungen zwischen Produzent:innen und Konsument:innen ermöglichen. Preise und Mengen können transparent abgestimmt werden, wodurch für beide Seiten mehr Planungssicherheit entsteht. Dabei geht es nicht um möglichst günstige Angebote, sondern um eine angemessene Entlohnung für hochwertige Lebensmittel und die Arbeit der Betriebe.

Ökologische Verantwortung

Viele heimische Betriebe wirtschaften kleinstrukturierter und vielfältiger. Sie setzen auf Fruchtfolgen, Zwischenbegrünung, extensive Tierhaltung oder biologische Bewirtschaftung. Solche Methoden stärken Biodiversität, schützen Böden und fördern langfristig eine nachhaltige Landwirtschaft.

Kurze Transportwege können zusätzlich dazu beitragen, Energieverbrauch und Emissionen zu reduzieren. Regionalität allein garantiert zwar keine Nachhaltigkeit, sie schafft jedoch bessere Voraussetzungen für Transparenz und gegenseitiges Verständnis.

Beziehung und Austausch

Eine besondere Stärke von FoodCoops ist die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. Produzent:innen sind nicht nur Lieferant:innen, sondern Menschen mit eigenen Betrieben, Erfahrungen und Geschichten. Hofbesuche, Gespräche oder direkte Rückmeldungen ermöglichen Einblicke in die landwirtschaftliche Arbeit und fördern gegenseitiges Verständnis. Diese Nähe hilft auch dabei, saisonale Schwankungen oder Ernteausfälle besser nachvollziehen zu können.

Gemeinsame Verantwortung

Die Unterstützung heimischer Landwirtschaft ist nicht nur eine wirtschaftliche Entscheidung. Sie betrifft auch Landschaftsbild, Biodiversität, Wasserqualität, regionale Identität und Ernährungssouveränität. Als FoodCoop möchten wir einen Beitrag dazu leisten. Jede Bestellung ist eine bewusste Entscheidung für regionale Strukturen, für faire Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft und für lebendige ländliche Räume. Heimische Bäuer:innen zu unterstützen bedeutet daher mehr als regional einzukaufen – es bedeutet, gemeinsam an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Lebensmittelversorgung mitzuwirken.

Neuer Lieferant: Bio-vegane Genussmanufaktur Hiel & Co

Hiel & Co GmbH ist eine Bio-Genussmanufaktur aus Österreich, die sich seit 1988 auf die Herstellung veganer und vegetarischer Bio-Lebensmittel spezialisiert hat. Gegründet wurde der Betrieb von Peter Hiel, einem der frühen Pioniere in der Bio-Vegan-Szene, der handgemachte Spezialitäten wie Seitan-Produkte, Aufstriche, Würste und weitere pflanzliche Feinkost in kleiner, sorgfältiger Produktion entwickelt und verfeinert hat. Die Produkte zeichnen sich durch hohe Qualität, regionale Zutaten und eine schonende Verarbeitung ohne künstliche Zusatzstoffe aus. Hiel legt Wert auf regionale Bezugsquellen und kurze Transportwege und hat im Laufe der Jahre ein vielfältiges Sortiment aufgebaut, das sowohl im Handel als auch online erhältlich ist.

Warum wir die FoodCoop Korneuburg leben und lieben!

Die FoodCoop Korneuburg freut sich stets über neue Mitglieder, die Lust haben, regional, umweltbewusst, fair und biologisch einzukaufen. Wenn auch du Teil dieser Einkaufsgemeinschaft werden möchtest – hier ein paar Gründe einiger unserer Mitglieder, warum sie begeistert dabei sind.

„Ich bin mit Freude bei der FoodCoop Korneuburg dabei und kaufe einen Großteil meines täglichen Bedarfs über die Kooperative. Die Produkte sind von sehr guter Qualität, frisch und geschmackvoll. Außerdem habe ich dadurch auch einen leichteren Zugang zu etwas außergewöhnlicheren Produkten, wie den Pilzen von Schöls (der Igelstachelbart ist einfach super!) oder dem sensationellen Büffelmozzarella von Stix.“ Sonja

„2021 habe ich das erste Mal von Humus (lateinisch: Erde, Erdboden) gehört. Das ist der Teil im Boden, der dafür sorgt, dass überhaupt etwas wachsen kann. Deshalb war mir klar, dass sich in der Landwirtschaft etwas ändern muss und ich wollte Bio-Landwirte, die nachhaltig produzieren, unterstützen, damit auch unsere Enkel überhaupt noch etwas anbauen können. Ich fand die FoodCoop Korneuburg und bin fast von Anfang an dabei. Die tollen Produkte, die man tatsächlich als Lebensmittel bezeichnen kann, belohnen mich. Es ist mir bewusst, dass es mehr Aufwand benötigt, in einer FoodCoop einzukaufen. Es braucht aktive Mitarbeit, damit das Ganze auch läuft. Kindererziehung und Broterwerb habe ich erledigt, somit steht mir mehr Zeit als anderen zur Verfügung und die gebe ich gern mit Herz und Seele für diese tolle Idee. Ein paar Mitglieder, die regelmäßig bestellen, könnten wir noch sehr gut brauchen!“ Gaby

„Meine Motivation, die FoodCoop zu unterstützen, ist, dass einerseits Landwirt*innen als unsere Nahversorger ohne Zwischenhandel oder preisdrückende Supermarktketten ihre wertvollen Lebensmittel zu fairen Preisen anbieten können. Außerdem kann ich fast alles ohne (Plastik-)Verpackung im FoodCoop-Laden einkaufen.“ Karin

„Ich bin von der FoodCoop Korneuburg begeistert, weil ich nicht im stressigen Supermarkt einkaufen möchte und dort meist nur Bio-Lebensmittel mit langen Transportwegen in Plastikverpackungen finde. Bei der FoodCoop bekomme ich rund um die Uhr regionale und biologische Produkte, die vorwiegend aus der Umgebung stammen. Besonders schätze ich den Mozzarella im Glas (statt in Plastik) von der Käsehütte Stix – ein echtes Highlight!“ Tom

„Ich bin bei der FoodCoop Korneuburg, weil ich diese alternative Art des Bio-Lebensmittel-Einkaufens ausprobieren wollte. Mittlerweile bin ich schon seit mehreren Jahren begeistert dabei, weil die Zusammenarbeit bei der FoodCoop besonders gut funktioniert und mir das stressfreie Einkaufen regionaler Bio-Lebensmittel wichtig ist – sie schmecken wirklich anders als im Supermarkt und es ist schön zu wissen, welche Menschen hinter den Lebensmitteln stehen. Besonders praktisch finde ich auch das 24/7-Lager, in dem jederzeit verschiedene Produkte abgeholt werden können.“ Eliana

„Nachdem mir die Idee von FoodCoops zum Einkauf regionaler Produkte schon länger gefallen hatte und ich es leid war, in Supermärkten importiertes Bio-Gemüse zu kaufen, bin ich der FoodCoop Korneuburg beigetreten. Mein größtes Interesse war, regional gewachsenes Bio-Gemüse und dessen Verfügbarkeit im Jahresverlauf kennenzulernen. Die Vielfalt der anderen Produkte hat mich dann doch überrascht (unter anderem Reis, Kichererbsen, Sojabohnen, Pilze, Wild …).
Im ersten Frühjahr war ich dann völlig begeistert – eine Riesenauswahl an Kräutern und Pflanzensetzlingen, alle biologisch gezogen, per Klick bestellt, in der FoodCoop abgeholt, und keine zeitaufwändige Frühjahrstour durch Gärtnereien und Fachmärkte! Auch wenn das eine oder andere Pflänzchen zu Beginn nicht ganz so prachtvoll aussah wie gewünscht, hat mich bis jetzt noch keine Pflanze enttäuscht. Und die vielen Pflanzenbehälter werden nicht zu Müll, sondern wiederverwendet – top!
Obwohl ich derzeit keinen so großen Einkaufsbedarf habe, möchte ich den Einkauf in der FoodCoop nicht mehr missen.“ Waltraud