Boden ist nicht gleich Boden: Fruchtbarkeit als Grundlage unserer Lebensmittel

Wenn wir in der FoodCoop regionale und biologisch erzeugte Lebensmittel beziehen, sprechen wir oft über Qualität, Geschmack und kurze Transportwege. Weniger sichtbar – aber entscheidend – ist die Grundlage all dessen: der Boden. Seine Fruchtbarkeit bestimmt, wie widerstandsfähig Pflanzen wachsen, wie viele Nährstoffe sie enthalten und wie nachhaltig Landwirtschaft tatsächlich ist.

Bodenfruchtbarkeit bedeutet weit mehr als „gute Erde“. Ein fruchtbarer Boden ist ein lebendiges Ökosystem. In einer Handvoll gesunder Ackererde leben Milliarden von Mikroorganismen: Bakterien, Pilze, Regenwürmer und viele weitere Bodenlebewesen. Sie zersetzen organisches Material, bauen Humus auf, speichern Wasser und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Ohne dieses komplexe Zusammenspiel gäbe es keine langfristig stabilen Ernten.

Humus – der Schlüssel zur Resilienz

Ein zentraler Faktor für die Bodenfruchtbarkeit ist der Humusgehalt. Humus verbessert die Bodenstruktur, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und bindet Kohlenstoff. Gerade in Zeiten zunehmender Trockenperioden in Niederösterreich ist das entscheidend. Böden mit einem höheren Humusanteil können Starkregen besser aufnehmen und längere Trockenphasen besser überstehen.

Ökologisch wirtschaftende Betriebe setzen deshalb verstärkt auf Maßnahmen wie Zwischenbegrünung, Kompostwirtschaft und vielfältige Fruchtfolgen. Statt nackter Ackerflächen im Winter wachsen Zwischenfrüchte, die den Boden schützen, Nährstoffe binden und organische Substanz aufbauen. Das reduziert Erosion und verbessert langfristig die Bodenstruktur.

Vielfalt statt Monokultur

Ein weiterer Baustein nachhaltiger Landwirtschaft ist die Fruchtfolge. Wenn auf einem Feld jedes Jahr dieselbe Kultur wächst, werden bestimmte Nährstoffe einseitig entzogen, und Krankheiten oder Schädlinge können sich leichter ausbreiten. Durch abwechslungsreiche Fruchtfolgen – etwa mit Getreide, Leguminosen und Hackfrüchten im Wechsel – wird der Boden entlastet.

Leguminosen wie Klee oder Erbsen spielen dabei eine besondere Rolle: Sie binden mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft und reichern ihn im Boden an. So kann der Einsatz von mineralischem Stickstoffdünger reduziert werden. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern mindert auch klimaschädliche Emissionen.

Herausforderungen in Niederösterreich

Die Landwirtschaft in Niederösterreich steht dennoch vor großen Herausforderungen. Klimawandel, steigende Produktionskosten, Preisdruck durch den internationalen Markt und zunehmende Wetterextreme setzen viele Betriebe unter Druck. Spätfröste, Hitzeperioden und Starkregenereignisse nehmen zu und verlangen nach flexiblen Anbausystemen.

Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für regionale Wertschöpfung. Direktvermarktung, solidarische Landwirtschaft und FoodCoops tragen dazu bei, dass Betriebe unabhängigere Absatzwege entwickeln können. Das stärkt die regionale Landwirtschaft und schafft Planungssicherheit.

Regionale Erfolge sichtbar machen

In Niederösterreich gibt es zahlreiche Beispiele für innovative Ansätze: Betriebe, die Agroforstsysteme integrieren, Hecken pflanzen, um die Biodiversität zu fördern, oder regenerative Anbaumethoden erproben. Manche kombinieren Ackerbau mit Tierhaltung in geschlossenen Kreisläufen, sodass Nährstoffe am Hof bleiben und weniger externe Betriebsmittel notwendig sind.

Solche Entwicklungen zeigen, dass Landwirtschaft nicht im Widerspruch zum Umweltschutz stehen muss – vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen und unser Konsumverhalten unterstützen diesen Weg.

Unsere Rolle als Konsument

Mit jeder Bestellung in der FoodCoop beeinflussen wir, welche Art von Landwirtschaft wir fördern. Regionale, saisonale und biologisch produzierte Lebensmittel sind nicht nur eine Geschmacksfrage, sondern auch eine Entscheidung für lebendige Böden, Biodiversität und langfristige Ernährungssicherheit.

Bodenfruchtbarkeit entsteht nicht von heute auf morgen. Sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger Bewirtschaftung. Wer heute in nachhaltige Anbaumethoden investiert, denkt in Generationen. Und genau dieser langfristige Blick verbindet Landwirtschaft und die FoodCoop-Gemeinschaft.

Nachhaltigkeit im Alltag – kleine Schritte mit großer Wirkung

Wer Teil einer FoodCoop ist, entscheidet sich bewusst für regionale, saisonale und fair produzierte Lebensmittel. Doch Nachhaltigkeit endet nicht bei der Produktauswahl. Mit einigen einfachen Gewohnheiten lässt sich der ökologische Fußabdruck im Alltag deutlich reduzieren – besonders beim Einkaufen, Planen und Lagern von Lebensmitteln.

Weniger Verpackung – mehr Bewusstsein

Ein großer Vorteil von FoodCoops ist die Möglichkeit, Verpackungsmüll zu reduzieren. Viele Produkte werden in Großgebinden geliefert oder sind nahezu unverpackt. Damit das gut funktioniert, hilft eine gute Vorbereitung.

Eigene Behälter wie Schraubgläser, Dosen oder Stoffbeutel erleichtern das Abfüllen von Getreide, Hülsenfrüchten oder Nüssen. Stofftaschen eignen sich gut für Brot und Gemüse. Wer sich eine wiederverwendbare Einkaufskiste vorbereitet, spart langfristig Zeit und vermeidet Einwegverpackungen.

Auch beim Transport nach Hause sind stabile Mehrweg-Taschen oder Klappkisten sinnvoll. Sie schützen die Lebensmittel und ersetzen Plastiksackerl vollständig.

Vorratsplanung statt Lebensmittelverschwendung

Nachhaltigkeit bedeutet auch, bewusst zu planen. Ein kurzer Blick in den Kühlschrank und ins Vorratsregal vor der Bestellung verhindert doppelte Einkäufe. Ein Wochenplan hilft, frische Produkte rechtzeitig zu verbrauchen.

Gerade in einer FoodCoop werden häufig größere Mengen bezogen – etwa Erdäpfel, Zwiebeln oder Karotten. Umso wichtiger ist die richtige Lagerung.

Richtig lagern – besonders bei Erdäpfeln entscheidend

Erdäpfel mögen es kühl, dunkel und gut belüftet. Ideal sind Temperaturen zwischen 6 und 10 Grad. Ein Kellerraum ist optimal, aber auch eine Speisekammer oder ein kühler Abstellraum können geeignet sein. Wichtig ist vor allem, dass sie nicht zu warm gelagert werden – bei Temperaturen über 10 Grad beginnen sie schneller zu keimen.

Licht sollte unbedingt vermieden werden. Wird die Schale grün, bildet sich Solanin, ein natürlicher Bitterstoff. Grün verfärbte Stellen sollten großzügig entfernt werden; stark grüne Knollen gehören nicht mehr auf den Teller.

Für die Lagerung eignen sich Jutesäcke, Holzkisten oder Kartons. Plastikbeutel sind ungeeignet, da sich darin Feuchtigkeit sammelt und Fäulnis begünstigt wird. Eine gute Luftzirkulation verlängert die Haltbarkeit deutlich. Wichtig ist auch, Erdäpfel getrennt von Obst – insbesondere von Äpfeln – aufzubewahren. Diese geben Ethylen ab, ein Reifegas, das den Keimprozess beschleunigt.

Ein regelmäßiger Kontrollblick lohnt sich: Beschädigte oder faulige Knollen sollten rasch entfernt werden, damit sie keine anderen anstecken. Kleine Keime können abgeschnitten werden, solange die Erdäpfel noch fest sind. Sind sie jedoch weich oder stark ausgetrieben, sollten sie nicht mehr verwendet werden.

Auch anderes Gemüse profitiert von der richtigen Lagerung: Zwiebeln mögen es trocken und luftig, Karotten bleiben in leicht feuchtem Sand oder im Gemüsefach länger frisch, und Kürbisse fühlen sich bei Zimmertemperatur an einem trockenen Ort wohl.

Gemeinsam nachhaltig handeln

Viele nachhaltige Gewohnheiten entstehen im Austausch. Vielleicht hat jemand in der FoodCoop einen besonders guten Tipp zur Lagerung oder eine kreative Idee zur Resteverwertung. Genau hier liegt die Stärke einer Gemeinschaft: Wissen teilen, voneinander lernen und Ressourcen gemeinsam sinnvoll nutzen.

Nachhaltigkeit muss nicht perfekt sein. Doch bewusst einzukaufen, Lebensmittel richtig zu lagern und wertzuschätzen, sind einfache Schritte mit spürbarer Wirkung – für uns selbst und für unsere Region.

Gemeinsam regional: FoodCoops stärken heimische Bäuer:innen

Foto: Pixabay

Regionale Lebensmittel stehen für Frische, Qualität und Transparenz. Doch hinter jedem Produkt stehen Menschen, Betriebe und Strukturen, die nur dann bestehen können, wenn sie getragen werden. Die Unterstützung heimischer Bäuer:innen ist keine symbolische Geste, sondern ein wichtiger Beitrag zur regionalen Versorgungssicherheit und zur Stabilität des ländlichen Raums.

Die letzten Jahre haben gezeigt, wie verletzlich globale Lieferketten sein können. Internationale Krisen, extreme Wetterereignisse oder steigende Energiepreise wirken sich unmittelbar auf Preise und Verfügbarkeit aus. Eine starke regionale Landwirtschaft kann hier stabilisierend wirken. Sie verkürzt Transportwege, reduziert Abhängigkeiten und ermöglicht eine direktere Abstimmung zwischen Produzent:innen und Konsument:innen. FoodCoops leisten dazu einen Beitrag. Sie bündeln Nachfrage, organisieren gemeinschaftliche Bestellungen und schaffen für landwirtschaftliche Betriebe zusätzliche, planbare Absatzmöglichkeiten.

Faire Rahmenbedingungen für landwirtschaftliche Betriebe

Wenn Lebensmittel direkt von regionalen Betrieben bezogen werden, bleibt ein größerer Teil der Wertschöpfung vor Ort. Die Einnahmen fließen in regionale Wirtschaftskreisläufe und kommen landwirtschaftlichen Betrieben sowie vielen weiteren lokalen Unternehmen zugute. Gerade in Niederösterreich ist die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Sie prägt Landschaft, Kultur und regionale Identität. Eine lebendige Landwirtschaft trägt daher wesentlich zur Entwicklung und Attraktivität des ländlichen Raums bei. Viele landwirtschaftliche Betriebe stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Steigende Produktionskosten, Wetterextreme und schwankende Marktbedingungen stellen große Herausforderungen dar. 

FoodCoops können hier einen zusätzlichen Beitrag leisten, indem sie direkte Beziehungen zwischen Produzent:innen und Konsument:innen ermöglichen. Preise und Mengen können transparent abgestimmt werden, wodurch für beide Seiten mehr Planungssicherheit entsteht. Dabei geht es nicht um möglichst günstige Angebote, sondern um eine angemessene Entlohnung für hochwertige Lebensmittel und die Arbeit der Betriebe.

Ökologische Verantwortung

Viele heimische Betriebe wirtschaften kleinstrukturierter und vielfältiger. Sie setzen auf Fruchtfolgen, Zwischenbegrünung, extensive Tierhaltung oder biologische Bewirtschaftung. Solche Methoden stärken Biodiversität, schützen Böden und fördern langfristig eine nachhaltige Landwirtschaft.

Kurze Transportwege können zusätzlich dazu beitragen, Energieverbrauch und Emissionen zu reduzieren. Regionalität allein garantiert zwar keine Nachhaltigkeit, sie schafft jedoch bessere Voraussetzungen für Transparenz und gegenseitiges Verständnis.

Beziehung und Austausch

Eine besondere Stärke von FoodCoops ist die Möglichkeit zum persönlichen Austausch. Produzent:innen sind nicht nur Lieferant:innen, sondern Menschen mit eigenen Betrieben, Erfahrungen und Geschichten. Hofbesuche, Gespräche oder direkte Rückmeldungen ermöglichen Einblicke in die landwirtschaftliche Arbeit und fördern gegenseitiges Verständnis. Diese Nähe hilft auch dabei, saisonale Schwankungen oder Ernteausfälle besser nachvollziehen zu können.

Gemeinsame Verantwortung

Die Unterstützung heimischer Landwirtschaft ist nicht nur eine wirtschaftliche Entscheidung. Sie betrifft auch Landschaftsbild, Biodiversität, Wasserqualität, regionale Identität und Ernährungssouveränität. Als FoodCoop möchten wir einen Beitrag dazu leisten. Jede Bestellung ist eine bewusste Entscheidung für regionale Strukturen, für faire Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft und für lebendige ländliche Räume. Heimische Bäuer:innen zu unterstützen bedeutet daher mehr als regional einzukaufen – es bedeutet, gemeinsam an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Lebensmittelversorgung mitzuwirken.

Neuer Lieferant: Bio-vegane Genussmanufaktur Hiel & Co

Hiel & Co GmbH ist eine Bio-Genussmanufaktur aus Österreich, die sich seit 1988 auf die Herstellung veganer und vegetarischer Bio-Lebensmittel spezialisiert hat. Gegründet wurde der Betrieb von Peter Hiel, einem der frühen Pioniere in der Bio-Vegan-Szene, der handgemachte Spezialitäten wie Seitan-Produkte, Aufstriche, Würste und weitere pflanzliche Feinkost in kleiner, sorgfältiger Produktion entwickelt und verfeinert hat. Die Produkte zeichnen sich durch hohe Qualität, regionale Zutaten und eine schonende Verarbeitung ohne künstliche Zusatzstoffe aus. Hiel legt Wert auf regionale Bezugsquellen und kurze Transportwege und hat im Laufe der Jahre ein vielfältiges Sortiment aufgebaut, das sowohl im Handel als auch online erhältlich ist.

Warum wir die FoodCoop Korneuburg leben und lieben!

Die FoodCoop Korneuburg freut sich stets über neue Mitglieder, die Lust haben, regional, umweltbewusst, fair und biologisch einzukaufen. Wenn auch du Teil dieser Einkaufsgemeinschaft werden möchtest – hier ein paar Gründe einiger unserer Mitglieder, warum sie begeistert dabei sind.

„Ich bin mit Freude bei der FoodCoop Korneuburg dabei und kaufe einen Großteil meines täglichen Bedarfs über die Kooperative. Die Produkte sind von sehr guter Qualität, frisch und geschmackvoll. Außerdem habe ich dadurch auch einen leichteren Zugang zu etwas außergewöhnlicheren Produkten, wie den Pilzen von Schöls (der Igelstachelbart ist einfach super!) oder dem sensationellen Büffelmozzarella von Stix.“ Sonja

„2021 habe ich das erste Mal von Humus (lateinisch: Erde, Erdboden) gehört. Das ist der Teil im Boden, der dafür sorgt, dass überhaupt etwas wachsen kann. Deshalb war mir klar, dass sich in der Landwirtschaft etwas ändern muss und ich wollte Bio-Landwirte, die nachhaltig produzieren, unterstützen, damit auch unsere Enkel überhaupt noch etwas anbauen können. Ich fand die FoodCoop Korneuburg und bin fast von Anfang an dabei. Die tollen Produkte, die man tatsächlich als Lebensmittel bezeichnen kann, belohnen mich. Es ist mir bewusst, dass es mehr Aufwand benötigt, in einer FoodCoop einzukaufen. Es braucht aktive Mitarbeit, damit das Ganze auch läuft. Kindererziehung und Broterwerb habe ich erledigt, somit steht mir mehr Zeit als anderen zur Verfügung und die gebe ich gern mit Herz und Seele für diese tolle Idee. Ein paar Mitglieder, die regelmäßig bestellen, könnten wir noch sehr gut brauchen!“ Gaby

„Meine Motivation, die FoodCoop zu unterstützen, ist, dass einerseits Landwirt*innen als unsere Nahversorger ohne Zwischenhandel oder preisdrückende Supermarktketten ihre wertvollen Lebensmittel zu fairen Preisen anbieten können. Außerdem kann ich fast alles ohne (Plastik-)Verpackung im FoodCoop-Laden einkaufen.“ Karin

„Ich bin von der FoodCoop Korneuburg begeistert, weil ich nicht im stressigen Supermarkt einkaufen möchte und dort meist nur Bio-Lebensmittel mit langen Transportwegen in Plastikverpackungen finde. Bei der FoodCoop bekomme ich rund um die Uhr regionale und biologische Produkte, die vorwiegend aus der Umgebung stammen. Besonders schätze ich den Mozzarella im Glas (statt in Plastik) von der Käsehütte Stix – ein echtes Highlight!“ Tom

„Ich bin bei der FoodCoop Korneuburg, weil ich diese alternative Art des Bio-Lebensmittel-Einkaufens ausprobieren wollte. Mittlerweile bin ich schon seit mehreren Jahren begeistert dabei, weil die Zusammenarbeit bei der FoodCoop besonders gut funktioniert und mir das stressfreie Einkaufen regionaler Bio-Lebensmittel wichtig ist – sie schmecken wirklich anders als im Supermarkt und es ist schön zu wissen, welche Menschen hinter den Lebensmitteln stehen. Besonders praktisch finde ich auch das 24/7-Lager, in dem jederzeit verschiedene Produkte abgeholt werden können.“ Eliana

„Nachdem mir die Idee von FoodCoops zum Einkauf regionaler Produkte schon länger gefallen hatte und ich es leid war, in Supermärkten importiertes Bio-Gemüse zu kaufen, bin ich der FoodCoop Korneuburg beigetreten. Mein größtes Interesse war, regional gewachsenes Bio-Gemüse und dessen Verfügbarkeit im Jahresverlauf kennenzulernen. Die Vielfalt der anderen Produkte hat mich dann doch überrascht (unter anderem Reis, Kichererbsen, Sojabohnen, Pilze, Wild …).
Im ersten Frühjahr war ich dann völlig begeistert – eine Riesenauswahl an Kräutern und Pflanzensetzlingen, alle biologisch gezogen, per Klick bestellt, in der FoodCoop abgeholt, und keine zeitaufwändige Frühjahrstour durch Gärtnereien und Fachmärkte! Auch wenn das eine oder andere Pflänzchen zu Beginn nicht ganz so prachtvoll aussah wie gewünscht, hat mich bis jetzt noch keine Pflanze enttäuscht. Und die vielen Pflanzenbehälter werden nicht zu Müll, sondern wiederverwendet – top!
Obwohl ich derzeit keinen so großen Einkaufsbedarf habe, möchte ich den Einkauf in der FoodCoop nicht mehr missen.“ Waltraud

Erdnüsse aus Österreich!

Wir haben einen neuen Lieferanten: Neuland.bio – Weinviertler Bio-Erdnüsse & Erdnussbutter

Neuland.bio steht für österreichische Bio-Erdnüsse und daraus hergestellte Erdnussprodukte, gewachsen im Weinviertel. Wie es so schön heißt „aus Not wird eine Tugend“ – denn die Trockenheit der Böden haben die Bio-Landwirte aus dem Weinviertel Roman und Stefan Romstorfer auf die Idee gebracht das beste daraus zu machen und die ersten österreichischen Nüsse anzubauen. Der Betrieb begann 2016 mit dem ersten Versuchsfeld und zählt heute zu den Pionieren in Österreich – sie produzieren die erste heimische Bio-Erdnussbutter sowie Bio-Erdnüsse in verschiedenen Varianten.

Das Sortiment umfasst geröstete Bio-Erdnüsse (mit und ohne Schale, gesalzen oder ungesalzen), cremige und crunchy Bio-Erdnussbutter, sowie gelegentlich Bio-Erdnussöl. Bei der Herstellung wird ganz bewusst auf künstliche Zusätze, Konservierungsstoffe oder überflüssiges „Klumpat“ verzichtet — Zutaten sind: 100 % Bio-Erdnüsse und ein wenig Salz.

Die gesamte Produktion — von Anbau, Ernte, Röstung bis Abfüllung — erfolgt handwerklich bzw. in kleiner Produktion. Auch die Verpackung wird nachhaltig gestaltet: Etiketten aus Graspapier, plastikfreies Versandmaterial und ein bewusster Umgang mit Ressourcen gehören zum Selbstverständnis.

Produkte von Neuland.bio sind bei uns hier in der Foodcoop erhältlich. Entdecke auch unsere anderen Lieferanten.

Sommerfest der FoodCoop Korneuburg – ein Nachmittag voller Genuss & Gemeinschaft

Traumhaftes Wetter, jede Menge Bio-Spezialitäten und ausgelassene Stimmung brachten das Sommerfest der FoodCoop Korneuburg am Freitag, den 22. August 2025. Rund 60 Mitglieder, Produzent:innen und Gäste feierten gemeinsam im Ruderverein Alemannia direkt an der Donau.

Schon beim Anblick des Buffets lief einem das Wasser im Mund zusammen: Unsere überaus engagierten Mitglieder zauberten aus regionalen, biologischen Zutaten der Foodcoop-Lieferant:innen eine bunte Vielfalt an herzhaften Speisen und köstlichen Desserts. Ob deftig oder süß, klassisch oder ausgefallen – für jeden Geschmack war etwas dabei.

„Denn letztlich möchte die FoodCoop Korneuburg vorzeigen, was den Mitgliedern rund um die zur Verfügung steht: eine nachhaltige, regionale und faire Lebensmittelversorgung“, erklärte Obfrau Eli Kerschbaum.

Neben dem kulinarischen Genuss stand das Beisammensein im Mittelpunkt. Es wurde gelacht, geplaudert und gespielt – Familie, Freunde, Lieferant:innen, Mitglieder und solche, die es werden wollen, verbrachten einen entspannten und fröhlichen Nachmittag miteinander.

Außerdem erwartetet die Besucher:innen zusätzlich ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm. Die Kinder tobten sich bei Tischtennis, Trampolin und Flaschenschießen aus. Die erwachsenen Gäste ließen sich durch die Live-Musik von „Tante Hedwig“ mitreißen. So wurde aus einem gemütlichen Nachmittag ein buntes Fest, das kulinarischen Genuss und Gemeinschaft perfekt miteinander verband.

Förderung der bioregionalen Produzent:innen

Beim Sommerfest bestanden auch ausreichende Möglichkeiten, mit den regionalenProduzent:innen ins Gespräch zu kommen.

Ein Beispiel für eine gelungene Kooperation ist der landwirtschaftliche Familienbetrieb Schöls aus dem Waldviertel. Gerald Schöls: „Unsere Schwerpunkte sind Ackerbau und die Imkerei. Als besondere Zukunftsidee haben wir aber 2023 begonnen, Bio-Pilze anzubauen.“ Das dafür vorgesehene Gebäude wurde vom Schweinestall zur Pilzproduktion umgebaut. Beim Sommerfest zeigten sich die Gäste begeistert, es wurde heftig diskutiert, ob der Igel-Stachelbart, der Zitronenseitling und der Shiitake-Pilz am schmackhaftesten ist. Die Familie Schöls war vom Fest ebenso angetan, „eine gute Möglichkeit die Biopilze einer größeren Community näherzubringen“.

Die FoodCoop Korneuburg möchte jedenfalls auch in Zukunft die regionale Landwirtschaft weiterhin unterstützen und nachhaltige Lebensmittel anbieten. Eli Kerschbaum: „Wir setzen auf faire Strukturen, regionale Vielfalt und lebendige Dörfer. So schenken wir uns allen eine Zukunft voller Geschmack, Qualität und Verantwortung.“

Danke an alle, die beim Sommerfest 2025 dabei waren!

Ein großes Dankeschön an alle, die dieses Fest möglich gemacht haben – sei es durch Planung, Kochen, Musizieren oder einfach durch ihr Dabeisein. Wir freuen uns auf viele weitere Begegnungen, Gespräche und natürlich gemeinsames Genießen von ehrlichem, regionalem Essen.

Interesse? Dann schicke uns doch bitte eine E-Mail an info@korneuburg.fcoop.at (siehe auch „Verein und Mitgliedschaft„)

Pflanzen tauschen

Die FoodCoop Korneuburg betreut eine „permanente Pflanzentauschbörse“ im Rahmen der Bürger:innenbeteiligung in Korneuburg. Unsere permanente Pflanzentauschbörse lädt ein zum Schenken und Mitnehmen. Einfach Pflanzen abstellen oder mitnehmen – ganz ohne Gegenleistung. Gießkanne schnappen, Blätter zupfen, mithelfen!

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Mein Lieblingsrezept

Lass dich inspirieren!

In unserer Rezeptsammlung findest Du köstliche Ideen für saisonale, regionale und nachhaltige Gerichte – perfekt abgestimmt auf das Angebot unserer Foodcoop. Ob einfach oder raffiniert, vegetarisch oder vegan: Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Viel Freude beim Nachkochen und Genießen!

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Regionale Lebensmittel sichern unsere Zukunft


„Auch kleine Landwirtschaften müssen für kommende Generationen finanziell attraktiv bleiben – sonst sperren sie zu“, warnt Ing. Paul Pree vom Unabhängigen Bauernverband Oberösterreich im Interview.

Aktuell geben leider immer mehr, vor allem junge Landwirt:innen in Österreich die Produktion von Lebensmitteln auf. Der Druck durch den Handel und strenge EU-Regulierungen ist für viele nicht mehr tragbar. „Wir leben von den Menschen, die Tag für Tag mit Herz und Hand ihre Felder bestellen, Tiere versorgen und Lebensmittel von höchster Qualität erzeugen“, betont Paul Pree.

Letztlich entscheidet der Griff ins Regal – ob im Supermarkt oder in einer FoodCoop. Paul Pree erklärt: „Damit erteilt der Konsument uns einen Produktionsauftrag – oder eben nicht. Oftmals wird im Supermarkt mit heimischen Produkten geworben, doch im Regal liegt dann irische Butter oder französischer Käse.“

FoodCoops können helfen

Unsere FoodCoop Korneuburg möchte genau hier ansetzen. Wir glauben daran, dass fair bezahlte Landwirtschaft mehr ist als ein Ideal – sie ist die Grundlage dafür, dass auch in Zukunft regionale Vielfalt, lebendige Dörfer und ehrliches Essen erhalten bleiben. Gemeinsam können wir faire Strukturen schaffen, jungen Landwirt:innen eine Perspektive geben und so dafür sorgen, dass ihre Höfe weitergeführt werden.

So schenken wir uns allen eine Zukunft voller Geschmack, Qualität und Verantwortung.

Zum Interview auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=QGIm30mnzTA